0 – 1 Niederlage gegen den VfR Hausen

Enttäuschte Gesichter gab es beim SV Linx. Im Heimspiel gegen den abstiegsbedrohten VfR Hausen setzte es eine 0:1-Niederlage. Einmal mehr erwies sich der VfR als äußerst unangenehmer Gegner, zumal Winterzugang Kaan Boz die Hausener bereits in der 7. Minute jubeln ließ. Linx enttäuschte vor allem in der ersten Halbzeit. Hinten unsicher und vorne nicht treffsicher: So war der VfR Hausen, der sich in der Winterpause fünffach verstärkt hat, nicht zu bezwingen.

Die verletzten SVL-Innenverteidiger Timo Schwenk und Mathieu Crouzat fehlten an allen Ecken und Enden. Hinzu kam, dass Kemal Sert nach einer Notbremse gegen Ablie ­Suwreh die Rote Karte sah, und Linx eine halbe Stunde lang in Unterzahl spielen musste. Zu behäbig war das Spiel der Rheinauer, ganz im Gegensatz zum Gegner, der bei Ballbesitz blitzschnell umschaltete und die Linxer damit oft in Verlegenheit brachte. Vor allem über die rechte Seite, wo der vom FC Auggen gekommene Kaan Boz und der überall auftauchende Ablie Suwareh kaum zu halten waren.

Rubio abgemeldet

Beim SV Linx sorgte einzig Ayoub El Mannsouri mit seinen Dribblings für Gefahr. Zweimal konnte er in letzter Sekunde VfR-Keeper Oliver Gümpel nicht überwinden. Die VfR-Stürmer fackelten nicht lange, so konnte der SVL von Glück reden, als Muhammed Aslan den Ball ans Lattenkreuz donnerte. Weil Marc Rubio abgemeldet war, ging vom Linxer Sturm kaum Gefahr aus. Vor allem die Routiniers konnten dem Spiel keine Impulse geben.

VfR-Coach Emillian Iancu, der im März übernommen hat, sah eine hochverdiente Pausenführung seiner Mannschaft. „Wir haben das Spiel in der ersten Halbzeit verloren, der Gegner war im Kopf und auf den Beinen schneller“, erkannte SVL-Trainer Sinan Gülsoy. Nachdem Sert den flinken Ablie Suwareh von den Beinen geholt hatte und mit der Roten Karte zum Duschen geschickt wurde, versuchten zehn Linxer, das Blatt zu wenden. Hausen nutzte jede Gelegenheit zur Spielverzögerung. Selbst Coach Iancu half dabei und sah dafür die Rote Karte. „Ich entschuldige mich für die Unsportlichkeit“, sagte er später.

Zu allem Ungeschick fehlte dem SV Linx in der Schlussphase auch das Glück. Nach einem Querpass von Motasem Hammad verfehlte Tim Keck das leere Tor, und zwei Minuten später meisterte VfR-Keeper Oliver Gümpel ein Keck-Geschoss. Der eingewechselte Lucas Meyer scheiterte am Pfosten und schoss beim zweiten Versuch aus fünf Metern einen Mitspieler an.

Text: Dieter Heidt
Bild: Bernd König