SV Linx 1949 e.V.

SV Linx - SC Lahr 4:0

01.04.2018

Mit dem 4:0 Derbysieg gegen den SC Lahr und der gleichzeitigen Niederlage von Verfolger Freiburger FC hat Tabellenführer SV Linx den Vorsprung zum FFC auf sieben Punkte ausgebaut.

Die Freiburger sind aber zwei Spiele im Rückstand. Der SC Lahr war keine vier Tore schlechter aber der SV Linx glänzte mit Spielwitz und Effizienz.
Sechs Meisterschaftspunkte geholt, am Mittwochabend beim FC Denzlingen (2:5) den Sprung ins Finale des SBFV-Rothaus Pokals geschafft und insgesamt 11 Tore erzielt, besser kann man eine englische Woche nicht gestalten. Der Linxer Coach hatte mit verändertem Aufgebot überrascht. Adrian Vollmer und Dennis Klemm, im Pokalspiel noch überzeugend spielend, saßen zunächst auf der Bank. Sie sorgten, nachdem es nach einer Stunde Spielzeit nur 1:0 für Linx stand, für die Entscheidung. „Ich wünsche mir, dass wir heute aus Linx drei Punkte mitnehmen“, hatte Lahrs Vereinschef Frank Müller vor dem Spiel angesichts der 120 Pokalminuten der Linxer eine leise Hoffnung. Diese erhielt einen gewaltigen Dämpfer als Pierre Venturini in der fünften Spielminute einen Eckball von links auf den ersten Pfosten zirkelte, wo Innenverteidiger Rico Schmider freistehend zum 1:0 für Linx einköpfte. Daran hatte der Gast eine ganze Weil zu knabbern. Martin Weschle versuchte es mit einem Distanzschuss und beim einzigen Torschuss von Hakan Ilhan klatschte SVL-Keeper Mury den Ball ab. Linx spielte klug aus der Abwehr über die Außenstürmer Jean Gabriel Dussot und Nathan Recht, der erstmals von Beginn an im Aufgebot stand. Der SC Lahr hatte Mühe mitzuhalten und es Schlussmann Fietzeck zu verdanken, dass es bis zur Pause nur 1:0 für Linx stand, als er das direkte Duell mit einem tollen Reflex gegen Marc Rubio gewann. Hoffnung keimte beim Gast auf, als SVL-Stürmer Piakai Henkel nach wiederholtem Foulspiel (44.) die Ampelkarte sah, Linx eine Halbzeit lang in Unterzahl spielen musste. Da stand das Spiel auf der Kippe, und Linx hatte Glück, dass nach Freistoß von Lucca Grösser der aufgerückte Joe Obosso haarscharf am Tor vorbei köpfte. Lahr konnte die Überzahl nicht nutzen, weil die beiden SVL-Außenverteidiger Dennis Kopf und Geoffrey Feist ihre Gegenspieler Martin Weschle und Violand Kellerei unter Kontrolle hatten und Linx mit toller Mannschaftsleistung auftrat. Eine knappe Stunde war gespielt, dann griff Sascha Reiss in die Taktikkiste, wechselte zunächst Adriana Vollmer und Dennis Klemm und später noch David Göser und Manuel Vollmer ein. Alle vier Einwechselspieler waren am Torerfolg des SV Linx beteiligt. „Wenn man solche Spieler einwechseln kann, hat es jeder Gegner schwer“, kommentierte SC-Trainer Oliver Dewes den Schachzug von Sascha Reiss. Mit der ersten Ballberührung spielte Adrian Vollmer den Ball in die Schnittstelle der Abwehr, Dennis Klemm spurtete Richtung Tor und erzielte mit seinem starken linken Fuß das spielentscheidende 2:0 (59.) für Linx. Lahr wurde mutiger, nach Eckball von Dennis Häusermann vergab Ümit Sen die Großchance zum Anschlusstreffer. Johannes Wirth und Luca Grösser bekamen im Mittelfeld, das lange fest in Linxer Hand war, Oberwasser aber der Schuss ging nach hinten los. Nachdem SVL-Allrounder Alexander Merkel den Ball aus fünf Meter über den Querbalken drosch, Joe Obosso gerade noch gegen den bis dahin glücklosen SVL-Stürmer Marc Rubio klären konnte, war es der eingewechselte David Göser, der nach einem Spurt von der Mittellinie aus spitzem Winkel auf 3:0 (89.) erhöhte. Marc Rubio hatte dann doch noch seinen Glücksmoment. Über Rechtsverteidiger Dennis Kopf kam der Ball zum eingewechselten Manuel Vollmer und dessen Rückpass verwandelte Rubio zum 4:0 Endstand. Damit hatte sich der Linxer Stürmer sein Oster-Geburtstagsgeschenk (30) selbst gemacht. „Ich kann meiner Mannschaft keinen Vorwurf machen, wir haben viel Aufwand betrieben, hatten in der entscheidenden Phase kein Glück aber Linx war gnadenlos effizient“, so der enttäuschte Lahrer Coach Oliver Dewes. Für Sascha Reis geht im Moment alles auf. „Ein Riesenkompliment meiner Mannschaft, nach den 120 Pokalminuten sie hat heute ein klasse Spiel gezeigt. Nach dem Platzverweis von Piakai Henkel hat die Mannschaft eine „jetzt erst recht“ Mentalität gezeigt, am Ende ist der Sieg etwas zu hoch ausgefallen“, zeigte Sascha Reiss Mitgefühl mit dem SV Lahr.
 
Der Gast kann sich trösten, das Pokalfinale SV Linx gegen Oberligist FC Villingen findet am 21. Mai im Stadion an der Dammenmühle in Lahr statt und da hofft man beim SV Linx, dass das Publikum trotz Lahrer Dreifachniederlage in dieser Saison gegen Linx hinter dem Ortenauclub steht.


SV Linx: Mury - Kopf, Schmider, Kopf, Feist (86. M. Vollmer), Merkel, Venturini (57. A. Vollmer), Dussot (57. Klemm), Henkel, Recht (67. Göser), Rubio.

SC Lahr:
Fietzeck - Witt, Obosso, Burgert (70. Scheibel), Häußermann (78. Holm), Grösser (78. Gürsoj), Wirth, Weschle (87. Blum), Sen, Kerellaj, Ilhan.

Zuschauer: 300

Tore: 1:0 Schmider (5.), 2:0 Klemm (59.), 3:0 Göser (89.), 4:0 Rubio (90.)


Bericht: Dieter Heidt

Zurück