SV Linx 1949 e.V.

SV Linx - Kehler FV 3:0

20.09.2017

Mit dem siebten Sieg in Folge verteidigte der SV Linx erfolgreich die Tabellenführung. Am Samstag geht die Reise zum direkten Verfolger Freiburger FC, der schon zweimal vergeblich versucht hatte die Linxer vom Thron zu stürzen. Das Ortenauderby hatte 600 Besucher angelockt aber der Kehler FV konnte nur eine Halbzeit lang ernsthaft mithalten.

Doppeltorschütze Piakai Henkel und Freistoßspezialist Pierre Venturini sorgten für Linxer Glücksgefühle. Die Gästeabwehr half beim Linxer Torerfolg jedoch kräftig mit. Sascha Reiss vertraute auf jenes Aufgebot, das beim 2:1 Derbysieg in Lahr erfolgreich war. Heinz Braun wollte mit dem 4-4-2 System die Linxer Offensive in Schach halten was aber misslang. Kehl begann stark, Robert Hartfiel per Kopfball und Elyes Bounatouf per Nachschuss vergaben die frühe Gästeführung. Schwachpunkt im Kehler Spiel war die rechte Abwehrseite. Weder Robert Hartfiel, noch der später eingewechselte Dejan Zdraveski konnten die Linxer Flügelflitzer Dennis Klemm und danach Nathan Recht ganz ausschalten. Nach Spurt von Dennis Klemm bis zur Grundlinie und Rückpass zielte Piakai Henkel noch knapp vorbei. Es war ein offener Schlagabtausch bei dem Gästestürmer Arber Paquarizi SVL-Keeper Norman Risdinger zu einer Parade zwang und Anis Bouziane den Ball haarscharf neben das Linxer Tor köpfte. Nach einem Chancenverhältnis von 3:1 für den Kehler FV brachte sich der Gast selbst um den Lohn. Nach Missverständnis zwischen Innenverteidiger Stefan Laifer und Torhüter Daniel Künstle schaltete Piakai Henkel blitzschnell, eroberte den Ball und schob ihn lässig zum 1:0 (39.) ins leere Tor. „Das Linxer Führungstor war der Genickbruch für uns“, stellte Gästecoach Heinz Braun fest, denn der Treffer zeigte Wirkung. Bereits vier Minuten später hämmerte Piakai Henkel nach feiner Vorarbeit von Denis Klemm den Ball aus kurzer Distanz mit Berührung des linken Innenpfostens zum 2:0 in die Maschen.
Der Linxer Doppelschlag hatte den Kehler FV total aus dem Konzept gebracht. Weder der diesmal zentral spielende Benjamin Göhringer, noch Kevin Sax konnten dem Spiel der Gäste Strukturen geben und KFV-Stürmer Yannick Imbs hatte die Linxer Abwehr völlig aus dem Spiel genommen. Taktgeber bei den Platzherren waren einmal mehr Alexander Merkel und Pierre Venturini. Nicht so richtig ins Spiel fanden die Vollmer-Brüder Manuel und Adrian. Die Freistöße von Pierre Venturini sind bekannt, als er sich nach Foulspiel an Alexander Merkel den Ball an der Strafraumgrenze zurecht gelegt hatte, das Spielgerät rechts um die Mauer zum 3:0 (49.) versenkte, war die Partie gelaufen. Es hätte noch schlimmer für Kehl kommen können, denn als Stefan Laifer SVL-Stürmer Piakai Henkel von den Beinen holte, meisterte Daniel Künstle den Strafstoß von Pierre Venturini mit einer Glanztat. Linx behielt danach die Spielkontrolle, ohne ernsthaft gefordert zu werden. Den von Heinz Braun erhofften Anschlusstreffer gab es nicht, weil Kevin Sax bei seinem einzig nennenswerten Torschuss in Norman Riedinger seinen Meister fand, Elyes Bounatouf ein Halbchance vergab und Yannick Imbs bei der Kehler Schlussoffensive ein einziges Mal Torgefahr zeigte aber auch da war SVL-Keeper Riedinger auf dem Posten.
Sechs Minuten vor Spielende spurtete der für Dennis Klemm eingewechselte Nathan Recht über links auf und davon, lies gleich drei Gegenspieler stehen und jagte den Ball aus vollem Lauf über den Querbalken. Ein viertes Linxer Tor wäre aber zuviel des guten gewesen. Die Linxer hatten aus wenigen Torchancen viel gemacht aber genau das ist das Rezept, mit dem das Team von Sascha Reiss derzeit auf der Erfolgswelle schwimmt. „Ich freue mich über den Sieg aber insgesamt fehlte mir die Derbystimmung von den Zuschauerrängen. Wichtig war für mich die Stabilität in der Abwehr wo uns Kapitän Norman Riedinger in der starken Phase des KFV mit guten Paraden im Spiel gehalten hat, was gerade im Hinblick auf das nächste Spiel beim Freiburger FC von großer Bedeutung sein wird“, sah Sascha Reiss die Schwerpunkte im Derby.


SV Linx: Riedinger - Kopf (DeKo), Schmider, Kopf, Feist - Merkel, Venturini (72. Maisano) - M. Vollmer (83. Marbach), A. Vollmer, Klemm - Henkel (72. Dussot).

Kehler FV:
Künstle - Hartfiel (46. Zdarevski), Laifer, Schaeffler, Bouziane - Bounatouf (85. Lukic), Göhringer, Sax, Assenmacher - Imbs, Paquarizi (72. Raabe).

Zuschauer: 600

Tore: 1:0 Henkel (39.), 2:0 Henkel (43.), 3:0 Venturini (49.)


Bericht: Dieter Heidt

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