SV Linx 1949 e.V.

SV Linx - Freiburger FC 1:1

16.04.2018

Der Kampf um den Meistertitel der Verbandsliga Südbaden geht weiter. Im direkten Duell zwischen Tabellenführer SV Linx und Verfolger Freiburger FC sahen 560 Zuschauer im Linxer Hans-Weber-Stadion ein hochklassiges Verbandsligaspiel aber keinen Sieger. 

Bis zur 88. Minuten konnte Linx vom Sieg träumen, dann riss Freiburgs Spielmachern Mike Enderle mit einem sehenswerten Treffer zum 1:1 Ausgleich die Platzherren aus allen Träumen.
Linx verteidigte die Tabellenführung nun bereits an 20 von insgesamt 25 Spieltagen. Am kommenden Mittwoch stehen Nachholspiele an. Linx empfängt den „Vorletzten“ FC Neustadt, die Freiburger müssen beim Offenburger FV antreten. „Wenn man bis kurz vor Schluss führt und das verdient, dann ist der Ausgleich natürlich ärgerlich“, so SVL-Coach Sascha Reiss. Nach der nach der 1:2 Pleite beim Kehler FV war Reiss hochzufrieden über die Leistung seines Teams. Aus taktischen Gründen saß SVL-Torjäger Marc Rubio zunächst auf der Bank, ein kluger Schachzug mit Erfolg. Die Freiburger begannen mit dem erwartet guten Kombinationsspiel. Bereits in der ersten Minuten musste SVL-Keeper Kevin Mury Kopf und Kragen riskieren um gegen FFC-Torjäger Marco Senftleber den frühen Rückstand zu verhindern. Freiburgs Außenstürmer trumpften mächtig auf aber Linx hielt dagegen. Nach Kombination über Alexander Merkel und Adrian Vollmer tauchte Manuel Vollmer frei vor Gästekeeper Tim Kodric auf, lupfte den Ball aber über  Torwart und Tor. Dann kam der abgesprochene Wechsel Marc Rubio für Manuel Vollmer und nun spielte Linx in gewohnter Formation. Von der starken Abwehr ausgehend war man ein gleichwertiger Gegner. Sekunden vor der Pause lag die Linxer Führung in der Luft als Dennis Klemm für Adrian Vollmer auflegte, der knapp verzog. Zwanzig Sekunden nach dem Seitenwechsel klingelte es im Kasten von Tim Kodric. Piakai Henkel hatte gleich zwei Gegenspieler ausgespielt, Marc Rubio maßgerecht bedient, der freistehend mühelos zum 1:0 einschoss. Rubios 12. Saisontor war klasse herausgespielt und der Start einer klar vom SV Linx dominierten zweiten Halbzeit. Dazu passte, dass FFC-Torjäger Marc Senftleber nach klasse Zuspiel von Mike Enderle den Ball freistehend über´s Linxer Tor drosch und fortan bei der Linxer Innenverteidigung abgemeldet war. Beim Rückpass von Dennis Klemm, nach Sprint über links, verpasste Alexander Merkel und nach gleichem Spielzug wurde Adrian Vollmer am Einschuss gehindert. „Wenn da das 2:0 fällt ist der FFC geschlagen“, trauerte Reiss den vergebenen Chancen nach. Alexander Merkel war der Pechvogel des Tages. Nach Freistoß von Pierre Venturini nahm er den Ball aus der Drehung direkt, die Kugel klatsche an die Innenkante des linken Tordreieck´s und sprang in´s Feld zurück. Es wäre die Krönung seiner famosen Leistung gewesen. Auch Marc Rubio hatte kein Glück als er aus halbrechter Position den Ball über das Gästetor jagte. Gästecoach Ralf Eckert, der mit Einwechslungen und taktischen Umstellungen versucht hatte seine müde wirkenden Mannschaft zu puschen, kann sich auf einen Spieler verlassen. Wenn nichts mehr geht, kommt Spielmacher Mike Enderle. Von der rechten Strafraumecke aus nahm er Maß und versenkte den Ball unhaltbar zum 1:1 (88) in der rechten Torecke. „Ein schönes Tor das nicht zu verteidigen ist. Ich denke beide Teams können mit dem Punkt leben, zumal bei zehn noch ausstehenden Begegnungen noch lange nichts entschieden ist“, beurteilte Sascha Reiss die Lage realistisch.
„Konträr zum Hinspiel (1:1) waren wir heute einen Tick besser, haben ein sehr gutes Spiel auf hohem Niveau gemacht. Wir hätten die Konter besser ausspielen müssen, dann wäre unsere Taktik aufgegangen“, trauerte der an diesem Tag beste SVL-Spieler Alexander Merkel den Großchancen nach.


SV Linx: Mury - Kopf, Schmider, Kopf, Feist - Merkel, Venturini (82. Göser) - M. Vollmer (30. Rubio), A. Vollmer, Klemm - Henkel (90. Recht).

Freiburger FC:
Kodric - Eggert (77. Mourad), K. Senftleber, Dreher, Reinhardt, Garcia, Martinelli (82.Koberitz), Ulubiev (57. Spoth), Enderle, Faber, M. Senftleber (77. Dees).

Zuschauer: 560

Tore: 1:0 Rubio (46.), 1:1 Enderle (88.)


Bericht: Dieter Heidt

Zurück