SV Linx 1949 e.V.

Freiburger FC - SV Linx 1:1

11.12.2016

Der SV Linx hat beim Tabellenführer Freiburger FC positiv überrascht, zehn Minuten fehlten zum Auswärtssieg. Ein Strafstoß verhinderte die Niederlage des FFC, der 2017 den 120. Geburtstag in der Oberliga feiern will. Linx überwintert auf Rang vier.

Bilderbuchwetter im Dietenbachstadion und ein SV Linx, der nach der 2:6 Vorrundenniederlage auf Sicherheit bedacht war. Sascha Reiss hatte eine fünfer Abwehrkette aufgeboten. Ein taktischer Schachzug der, hätten die SVL-Fußballer ihre Chancen genutzt, zu Sieg geführt hätte. Beide Teams zeigten großen Respekt. Linx störte früh, Freiburg kam nicht ins Kombinationsspiel. Einmal patzte die SVL-Abwehr. Nach Pass in die Schnittstelle stand Kevin Bernauer frei, zielte aber rechts vorbei. Trotz verstärkter Abwehr war Linx ein gleichwertiger Gegner. Von Alexander Merkel und Denis Kopf ausgehend zeigte Linx schnelles Umschaltspiel, Narek Sermanoukian war ein ständiger Unruheherd in der FFC-Abwehr. Als Nicolas Marbach mit weitem Pass Marc Rubio bediente, der Linxer Torjäger geschickt zum quirligen Narek Sermanoukian verlängerte, strich der Ball haarscharf am Tor vorbei. Die SVL-Abwehr hatte Freiburgs Spielgestalter Mike Enderle weitgehend aus dem Spiel genommen. Der Meister des ruhenden Balles hatte fünf  Freistoßchancen, nur einmal musste SVL-Keeper Daniel Künstle ernsthaft eingreifen. Nach torlosem Pausenstand riskierte der Gastgeber mehr, was Linx nun Freiräume eröffnete. Beim Konter über Linksverteidiger Cedric Krebs und Maßflanke zu Mark Rubio waren sich Abwehrspieler und Torhüter uneinig, Rubio köpfte mit seinem 16. Saisontor (54.) zur Linxer 1:0 Führung ein. Jetzt musste der Gastgeber kommen und als Alexander Martinelli aus spitzem Winkel abzog verhinderte Daniel Künstle mit einer Parade den Einschlag. Zu diesem Zeitpunkt hätte Linx aber den Sack zumachen müssen. Nach feinem Dribbling von Pasquale Maisano und Rückpass zu Marc Rubio vergab der SVL-Stürmer die erste Großchance. Christian Seger machte, nach finalem Pass von Narek Sermanoukian, bis auf den Torschuss alles richtig und nach Doppelpassspiel mit Marc Rubio fand Seger in FFC-Keeper Kodric seinen Meister. Richtig ärgerte sich Marc Rubio, als er nach Rechtsflanke von Narek Sermanoukian ins Außennetz köpfte. „Wenn Linx da ein Tor macht, wäre das Spiel entschieden gewesen“, sah FFC-Trainer Ralf Eckert den Knackpunkt im Spiel. Sein Team warf alles nach vorne und hatte Glück. Mike Enderle, bis dahin abgetaucht, nutze ein robustes Einsteigen von Gegenspieler Cedric Krebs zum freien Fall, Schiedsrichter Kassel zögerte ein wenig, deutete dann auf den Elfmeterpunkt, der dritte Strafstoß gegen Linx in zwei Begegnungen. Der Gefoulte trat selbst an und vollstreckte (80.) zum 1:1 Ausgleich. Nun wollte Freiburg den Sieg aber der bis dahin von Rico Schmider und Nicolas Marbach total abgemeldete FFC-Torjäger Marco Senftleber schoss freistehend aus fünf Meter vorbei. Die Weihnachtsfeier der Freiburger war halbwegs gerettet. Sascha Reiss war etwas verärgert. „Vor der Begegnung hätte ich ein Unentschieden sofort unterschrieben, nach dem hervorragenden Spiel das meine Mannschaft gezeigt hat muss ich sagen dass wir, wenn wir das zweite Tor gemacht hätten, als Sieger vom Platz gegangen wären aber wir nehmen den Punkt gerne mit“, so Reiss, der aber ein Versprechen einlösen konnte. Nach dem 2:2 gegen den damaligen Tabellenführer Villingen hatte Reiss FC-Trainer Drago Marci versprochen gegen den jetzigen Primus FFC ebenso engagiert zu Werke zu gehen und einen Punkt zu holen. Das ist geglückt, jetzt erwartet Reiss im letzten Saisonspiel im Mai in Villingen auch ein Entgegenkommen.

Freiburger FC: Kodric - Reinhard, Dreher, Risch, Martinelli (63. Dees)- K. Senftleber, Sutter -  Bernauer (81. Novakovic), Enderle, Faber - M. Senftleber.

SV Linx: Künstle - Maisano (87. Bayer), Marbach, Schmider, Feist, Krebs - Merkel, Kopf (66. Hilger) - Sermanoukian (76. Göser), Seger - Rubio.

Tore: 0:1 Rubio (54.), 1:1 Enderle FE (80.)

Endergebnis:
1:1

Zuschauer: 200


Bericht: Dieter Heidt

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