SV Linx 1949 e.V.

Der SV Linx ist südbadischer Pokalsieger.

21.05.2018

Die Linxer besiegten vor toller Kulisse von 2700 Zuschauer in Lahr den Oberliga Vizemeister FC Villingen mit 2:1 und stehen damit nach 1994 zum zweiten Mal im DFB-Pokal. Dort ist ihnen ein Bundesligist als Gegner gewiss. Tolle Stimmung, die ganze Ortenau stand hinter dem SV Linx als Kapitän Norman Riedinger den von Verbandspräsident Thomas Schmidt überreichte Pokal unter Freudengesängen in die Luft hievte.

„Wir haben bis heute eine starke Saison gespielt, alles was jetzt noch kommt ist Zugabe“, so Sportvorstand Marc Schuhmacher vor dem Spiel. Die Mannschaft gab die Zugabe. Und SVL-Präsident Hans Weber war hellauf begeistert. „Ich bin sprachlos, damit habe ich nicht gerechnet, es ist einfach toll“, so der 81-jährige Präsident.
Spieler des Tages war einmal mehr Adrian Vollmer, der ein Eigentor des Villingers Daniel Niedermann (83.) per Kopfball eingeleitet hatte und das Siegtor (89.) selbst erzielte.
Getreu dem Motto, was Eintracht Frankfurt gegen den FC Bayern kann, können wir auch, ging Linx in die Partie. Beide Teams zeigten Respekt und Linx hatte durch Adrian Vollmer zwei Halbchancen. Schrecksekunde für Linx als Teyfik Ceylan flankte und Benedikt Haibt freistehend am zweiten Pfosten den Ball übers Tor säbelte. Villingens Schwachstelle war Linksverteidiger Gianluca Serpa, dem Piakai Henkel mehrfach entwische. Sascha Reiss musste Dennis Klemm (33.) verletzungsbedingt auswechseln. Für ihn kam Jean-Gabriel Dussot, der sofort im Spiel war. Zwei Minuten vor der Pause war es Marc Rubio, der aus der Drehung knapp verzog. Der torlose Halbzeitstand hatte auch Verbandspräsident Thomas Schmidt beeindruckt. „Es ist ein ausgeglichenes Spiel, so soll es sein“, so Schmidt. Villingen machte sofort Druck und wurde belohnt. Von der Strafraumgrenze aus zog Damian Kaminski trocken ab der Ball landete für SVL-Keeper Kevin Mury unhaltbar zum 1:0 (47.) im linken Toreck. Jetzt schien alles für den Oberligisten zu laufen. Die Linxer hielten aber an ihrem Kurs fest, liefen dem Gegner nicht ins offene Messer und nach überstandener Drangperiode war man wieder ein ebenbürdiger Gegner. Linx hatte mehr zuzulegen, und Villingen wollte das Ergebnis verwalten. Die Wende im Spiel deutete sich an, als Geoffrey Feist von links flankte, Adrian Vollmer aus der Drehung heraus aber knapp verfehlte. Wieder war es Feist, der in den Strafraum eindrang, dessen Heber Adrian Vollmer erreichte und dessen Kopfball Daniel Niedermann unglücklich zum 1:1 (83.) ins eigene Tor köpfte. Sechs Minuten später war die Sensation perfekt. Jean-Gabriel Dussot ging bis zur Grundlinie, sah Adrian Vollmer in Rückraum, der seinem Ruf als Torjäger einmal mehr gerecht wurde und zum 1:2 für Linx einschoss. Grenzenloser Jubel beim SV Linx die, dank hervorragender Abwehrarbeit auch die Nachspielzeit schadlos überstanden. „Wir hatten die besseren Chancen, ich bin überglücklich, wir haben ein super Team, da macht es richtig Spaß Fußball zu spielen“, so der Siegtorschütze. Sascha Reiss, der beim SV Linx seine erste saisonübergreifende Trainerstation innehat, war überglücklich. „Ich danke der Mannschaft und den vielen Fans die uns heute unterstützt haben, ich bin richtig stolz auf meine Mannschaft“, so Reiss der nach dem Pokalsieg nun auch das Double, den Meistertitel holen will.

SV Linx SBFV Pokalsieger


FC Villingen: Mendes - Gil, Ovuka, Wehrle, Niedermann, Serpa, Geng, Ceylan, Kaminski, Plavci, Ceylan.

SV Linx:
Mury - Kopf, Schmider, Kopf, Feist, Merkel, Venturini, Klemm, A. Vollmer, Henkel, Rubio.

Zuschauer: 2700

Tore: 1:0 (47.) Kaminski, 1:1 (83. Niedermann ET (83.), 1:2 A. Vollmer (89.).


Bericht: Dieter Heidt

Zurück